19.10.09

La Renaissance

Schon seit ich dieses Blog gestartet habe, arbeitete ich an einem Redesign. Unzählige Mockups, Wireframes und auch schon fertige Templates wurden wieder verworfen, bis es zeitlich knapp wurde, denn mein Karrierekickstart stand bevor, y’know :-)

Good Designers redesign, great designers rearrange. Diesen Leitspruch nahm ich mir nicht zu Herzen, weil er sich auf mein altes Design und das, worauf ich hinarbeitete, nicht anwenden ließ. Nicht einmal das schöne, leuchtende Blau (#0282ff) hat sich halten können.

Meine ersten Zeichnungen bildeten alle zusammen das ab, was man sich unter einem typischen Designerportfolio vorstellt. Viel weiß, eine Leitfarbe und wenig Kontrast. Nach dem dritten Anlauf hatte ich die Nase schließlich voll davon. Ich wollte etwas mit Flair, etwas Atmosphärisches, etwas anderes. Ich entschied mich für meine Lieblingsepoche der Vergangenheit, die Zeit der Aufklärung. Kluge Menschen, die des nachts zwischen ihrem Tintenfass und hochragenden Bücherstapeln mit einer Gänsefeder im Kernzenlicht ihre philosophischen Gedanken auf Papier bringen. Auf der Website findet kann man dieses ursprüngliche Thema nur noch erraten, aber es zog sich als roter Faden durch alle späteren Designs. Ich habe übrigens gar nicht erst versucht, eine zwanghafte Verbindung zwischen dem Thema und „Webdesign“ zu suchen.

Stattdesssen konzentrierte ich mich darauf, On- und Offline so zu verbinden, dass man sich von beiden Seiten wiederfindet. Meine Visitenkarte zeigt sich gleich auf der Startseite und gibt demjenigen, der die URL abgetippt hat, sofort das Gefühl, reüssiert zu haben.

Mit der Haupttribüne holperte es im CSS gehörig, schließlich hat das ganze Gebilde auch ohne diese auszukommen. Bis jetzt finden sich auf der 960px*268px großen Fläche nur öde, dilettantisch freigestellte Bildchen. Urpsrünglich war gedacht, das ganze etwas (inter-)aktiver zu verwirklichen. Aber wie gesagt, die Zeit drängte.

Farblich habe ich mich themenbedingt an Braun- und Pastelltöne gehalten. Hier war mein Argument, dass diese alterstümlich anmutenden Farben meine Jugendlichkeit aufheben sollen. Kombiniert bin ich plötzlich 25 und der potenzielle Kunde wird sich keine Gedanken über etwaig fehlende Erfahrung meinerseits machen (und den Weihnachtsmann gibt es wirklich, jaha :-).

Trotz des Themas habe ich auf eine Frakturschrift verzichtet. Zusammen mit den Brauntönen könnte man da Gedankengut hineininterpretieren, das ist eindeutig nicht in meinem Sinne. Der Kopf-Bereich greift auf die Freefont Porcelain zurück und stellenweise taucht die Georgia auf. Im Inhaltsbereich dagegen kommt ausschließlich die DejaVu Sans (bzw. Lucida oder Verdana) zum Einsatz.

Je weiter das Projekt fortschritt, desto unzufriedener war ich damit. Ich sehe die Website aber ja zum Glück als einen stetigen Prozess und nicht als Produkt an. Und mit dem jetzigen Design habe ich zumindest schon einmal die Richtung eingeschlagen, welche ich in Zukunft weiter verfolgen werde.

Für negativ- sowie positiv-wertende Kommentare, Anregungen und Bugreports wäre ich sehr dankbar.

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