25.06.09
Drei Dinge, die vom Browser nicht unterstützt werden …
… die man aber super gebrauchen könnte. Ich selbst baue keine Web-Applikationen. Wenn ich aber welche basteln würde, könnten mir folgende drei Funktionen fehlen.
Desktop-Benachrichtigungen
Das wäre bei allen Applikationen nützlich, die regelmäßig Neues zeigen. Twitter, Google-Reader oder online IM-Services. Auch Benachrichtigungen über die Beendigung oder den Abbruch eines Datei-Uploads wären mir manchmal ganz lieb. Wenn man bei Flickr mehrere schwere Bilder hochlädt, kann das schon mal ein bisschen Zeit in Anspruch nehmen, in der ich mich vom Browser abwende, mich mit etwas anderem beschäftige und manchmal den Upload vergesse.
Jede Desktopumgebung bietet es an: Mithilfe einer Standardbenachrichtigung wird der Desktop-User auf alles Mögliche aufmerksam gemacht. Die Browserentwickler könnten eine Schnittstelle bieten, um Webentwicklern den Zugriff auf die Engine zu gewähren.

Gesteuert werden muss das natürlich mit JavaScript, wie das im Detail aussehen könnte, darüber habe ich mir noch keine ausführlichen Gedanken gemacht. Wichtig ist, dass die Interaktion möglichst generisch ist, damit jedes Betriebssystem die Meldungen auf seine eigene Art und Weise handhaben kann.
Verbesserte Upload-Formulare
Dies ist als Einziges schon in Planung. Mozilla veranstaltete einst einen Design-Contest für eine neue Form der Upload-Formulare (Quelle unauffindbar). Gefordert war, dass sie erlauben, mehrere Dateien in einem Rutsch hochzuladen, dass sie Drag&Drop unterstützen und dass sie gut stylebar sind.
Derzeit lassen sich mit den normalen Upload-Formularen nur einzelne Dateien hochladen. Das ist oft sehr nervig, denn wenn man tatsächlich mehrere Dateien hochladen möchte, muss man diese entweder alle zippen und vom Server entpacken lassen oder zu jedem File einzeln navigieren.
Einträge im Kontextmenü
Das halte ich sogar für die sinnvollste Funktion. Ich meine, gehört zu haben, dass der Rechtsklick auf dem Mac nicht sonderlich populär ist, trotzdem sind Kontextmenüs hilfreich.
Was für mich auf dem Desktop nicht mehr wegzudenken wäre, ist für Webentwickler derzeit nicht umsetzbar, denn es werden bei einem Rechtklick nur die browserspezifischen Optionen zur Auswahl angeboten. Eine Webapplikation hat hier keine Chance.

Gerade beim Google-Reader könnte man die Funktion gut gebrauchen. Rechtsklick auf einen Ordner, »Alle als gelesen markieren«, fertig!
Hier fiele mir auch schon eine mögliche Implementationsform ein, wozu man nicht einmal JavaScript bräuchte:
<a href="gelesen.html" style="display: menu;">Alle als gelesen markieren</a>
display:menu; verfrachtet den Spaß in’s Kontextmenü. Falls der Browser das nicht richtig interpretiert, fällt er auf den Standardwert zurück und der Eintrag ist trotzdem noch klickbar.
Kommentare [1]
Nikolaus Rademacher am 30.06.2009 um 13:27
… aber der Rechtsklick für Popups wird doch schon häufig benutzt. s. z.B. die Bearbeitungs-Optionen in TinyMCE.
Kommentar verfassen
Flattr
Blogrolle
- Björn Seibert
Webdesign & Rest - Gerrit van Aaken
Webdesign & Rest - Jeffrey Zeldman
Semantisches Web - Mathias Schäfer
Webstandards & so - Nico Brünjes
ZEIT-Website-Mensch - Peter Kröner
Webdesign, Rants & Rest - Stefan Münz
Zur Zukunft und Gegenwart des Web
Podroll
- Boagworld
Paul Boag & Marcus Lillington - Chaosradio Express
Tim Pritlove und Gäste - Medienradio
Podcast über Medien (srsly!) - mobileMacs
Apple - Technikwürze
Webdesign & Rest - This Week in Google
Google and the Cloudiverse
Soziale Netzwerke
- Amazon-Wunschliste
Auf dass man mich reich beschenke - Formspring.me
Obwohl schon alles über mich gesagt ist. - Google Reader Shared Items
Was ich lese und gut finde - last.fm
Meine Musik - Twitter
Lyrik & Prosa - Xing
Geschäftliches
Twitroll
- @freshmango
Dennis Frank - @Herr_Gabriel
Gabriel Shahzad - @netzpolitik
Markus Beckedahl - @timpritlove
Tim Pritlove
PromoteJS